Die antike Technik der Miniatur-Malerei

Die Technik der Miniatur-Malerei ist sehr verschieden. Jeder Maler hat immer versucht einen "EIGENEN STIL" und eine entsprechende Technik für seinen Stil zu finden.

  1. Die Miniatur wird auf Elfenbeinplättchen gemalt. Hierzu werden spezielle Wasserfarben verwendet. Früher haben die Maler ihre Farben selbst gemischt. Im letzten Jahrhundert gab es bereits fertig gemischte Farben. Die Firma "WINDSOR & NEWTON" aus England mischte ihren Farben Honig, Zucker und Ei bei.
     
  2. Damit das Elfenbeinplättchen bemalt werden kann, muss es erst präpariert werden. Es wird zuerst mit feinem Schmirgelpapier aufgeraut, damit die Farben besser haften. Damit auf das Elfenbeinplättchen keine Fingerabdrücke oder Fettflecken kommen, wird danach das Plättchen auf ein Stück weißes Papier geklebt. So kann man das Objekt besser anfassen. Bevor das Elfenbein gemalt wird, muss von einem Originalbild eine entsprechende Kopie in Miniatur angefertigt werden. Dies erreicht man, indem man das Original mit einem Raster versieht. Das Raster wird auf Folie aufgezeichnet und über das Original gelegt. Um eine Miniatur zu erhalten, wird von dem Elfenbeinplättchen den Umriss auf ein Papier gezeichnet. Auf diesem Papier ist dann ebenfalls ein Raster einzuzeichnen. Dieses Raster entspricht, diesmal allerdings verkleinert, z.B. statt cm in mm dem Original. Auf dieses Papier erfolgt nun mit Bleistift die Übertragung des Originals. Nun wird diese Vorzeichnung mit einem feinen Pinsel (Nr. 0-1) und blaues Miniaturfarbe auf Folie nachgezeichnet. Auf Italienisch nennt man diese Folienzeichnung: "Lucido".